Personen
Facebook
Volkstheater Hessen
Sebastian Huther

Statt Schicht für Schicht in der Erde freizulegen, versucht Sebastian Huther heute, in die Tiefe seiner Figuren einzudringen. Der Offenbacher, der in Dietzenbach aufwuchs, hat bereits in der Schule Theater gespielt, sich dann aber für ein Studium der Archäologie entschieden.

Doch von der Bühne konnte er nicht lassen. Also begann er mit Regieassistenz und wurde 2002 zum ersten Mal als Statist von der Dramatischen Bühne engagiert. Kleinere Rollen folgten sowie die erste größere in „Die drei Musketiere“. Drei Jahre später wurde er Ensemblemitglied, absolvierte Gastspiele in Mannheim und Lindau am Bodensee. Seit Herbst 2005 gehört er zudem dem Ensemble des Papageno Musiktheaters am Palmengarten an, spielte darüber hinaus an den Landungsbrücken Frankfurt, etwa in „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ und an den Mainzer Kammerspielen. An den Landungsbrücken ist er gemeinsam mit Iris Reinhardt Hassenzahl in Erich Kästners „Fabian – Der Gang vor die Hunde“ zu erleben. Aber auch die Archäologie hat ihn nie ganz losgelassen. Er betreibt sie weiterhin als Hobby und ist froh darüber. „In dieser Branche Fuß zu fassen ist fast noch schwieriger als im Schauspiel.“ Das Stück „Zartbitter“ ist seine erste Produktion für das Volkstheater Hessen und die erste in Mundart. „Ich habe schon einen Bayern und einen Franzosen gespielt, aber noch nie einen Hessen“, stellt er fest. Den Klang habe er, der mit den Rodgau Monotones und dem Comedyduo Badesalz aufwuchs, immerhin im Ohr. Und die Rolle des Chocolatier ist ihm sowieso auf den Leib geschrieben, findet er, denn: „Schokolade ist mein großes Laster, ich trinke weder Kaffee noch Alkohol.“

Bild Stugrapho. Text von Sabine Börchers für das Volkstheater-Programmheft von Zartbitter